Voraussetzungen

für  verantwortbare eigenständige Touren

in den Fels- und Gletscherregionen:

 

  • Eine solide theoretische und praktische  Ausbildung und hinreichende Tourenerfahrung in Fels, Eis und Schnee, z.B. durch Teilnahme an Lehrgängen von alpinen Vereinen und Bergschulen, an geführten Touren;
  • Gute Kondition und gute körperlich/gesundheitliche Verfassung;
  • Rechtzetige Reservierung von Schlafplätzen auf Hütten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden;
  • Gebietskenntnis durch ausreichende Information und Vorbereitung an Hand von Führer- und Kartenmaterial, Fotos und Informationen im Internet zur Tour (z.B. bei hikr.org) zur Erleichterung der Routenwahl und -findung und zur Orientierung bei  Neuschnee und/oder  schlechter Sicht;
  • Dem Tourenvorhaben angemessene Kleidung und Ausrüstung und diese auch benutzen;
  •  Reserve an trockener, vor Feuchtigkeit geschützter Ersatzwäsche;
  • Kenntnisse und Fertigkeiten hinsichtlich alpiner Notfälle, Rettungsmaßnahmen (Kameradenrettung) und Erster Hilfe;
  • Kenntnisse und praktische Fähigkeiten im Umgang mit alpinen Gefahrensituationen: z.B. angemessenes Verhalten bei aufkommenden Gewittern und der Gefahr von Blitzeinschlägen; Einrichten eines Notbiwaks; Schutz vor Unterkühlung und Erfrierungen; Anlegen eines Schneeprofils, Spaltenbergung mittels Seilflaschenzug);
  • Mitführung von Handy, Smartphon evtl. auch GPS-Gerät wegen Absetzen eines Notrufs bei Bedarf;
  • Die Fähigkeit, Zeitaufwand, Gelände, Wetter und Lawinengefahr zuverlässig einzuschätzen;
  • Zuverlässige Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit und der von anderen Teilnehmern;
  • Fähigkeit und Bereitschaft zum Verzicht auf ein Tourenvorhaben oder zur rechtzeitigen Umkehr aus schwierigem Gelände bei herannahendem Schlechtwetter oder bei anderen heiklen, widrigen Umständen;
  • Ausreichende Bergungskosten-, Lebens- und Unfall- versicherung, die die finanziellen Risiken abdeckt, falls man in Bergnot gerät oder ein Unglück passiert.

Liegen diese Voraussetzungen nicht oder nur unzureichend vor, halte ich aus Sicherheitsgründen die Teilnahme an Ausbildungskursen und geführten Touren von Bergführern, Alpinschulen und alpinen Vereinen  mit ortskundigem und ausgebildetem Fachpersonal für erforderlich. 

 

Zur Standardausrüstung für anspruchsvollere Bergtouren sollte heute ein Smartphone, iPhone oder Handy (wenn möglich mit GPS und Wanderkartenmaterial) gehören. Mit diesen Geräten können im Notfall sehr schnell Bergrettung bzw. Polizei verständigt und Daten über die eigene Position ermittelt und mitgeteilt werden (siehe hierzu Einsatzbericht der Bergwacht Füssen bezgl. Vermisstensuche in der Nacht vom 14. auf 15.04.2015). Außerdem können Wetterberichte für bestimmte Gebiete empfangen werden und sich Tourenteilnehmer unter schwierigen Bedingungen verständigen. Auf die Mitnahme von Ladegerät, geladenen Ersatzakkus bei Mehr-Tages-Touren ohne Lademöglichkeiten und Ohrmuschel-Set wegen Antennenfunktion für den Radioempfang achten.

 

Wichtig ist dabei ein Netzangebot, das einem in Gebieten, in denen man unterwegs ist, zur Verfügung steht. Nicht alle Provider decken in dünner besiedelten Gebieten diesen Bedarf ab. Nicht überall besteht besteht die Möglichkeit, zu telefonieren oder angerufen zu werden (Funkschatten). Inzwischen gibt es von mehreren Anbietern vor Feuchtigkeit und Stößen geschützte Handys, SmartPhons und iPhons für den Einsatz beim Outdoor-Sport. GPS-Navigationsgeräte mit Kartenmaterial für Wanderer und Bergsteiger finden zunehmend Verbreitung. Sie haben einer Trekkinggruppe, die am 14.10.2014 von dem gewaltigen Schneesturm im Annapurna-Gebiet überrascht wurde, das Leben gerettet (Berichte in der Süddeutschen und Neuen Züricher Zeitung).

 

Unterrichte Angehörige oder eine Person Deines Vertrauens vor Antritt einer Tour bezüglich Örtlichkeit und Zeitaufwand, damit im Fall von Abgängigkeit bzw. Bergnot die Suche nach dir beschleunigt und eingegrenzt werden kann. Verständige per Handy, falls eine Verbindung zustande kommt, die informierte Person, wenn Du dich erheblich verspätest, von Deiner mitgeteilten Route abweichst oder ein ganz anderes Tourenziel wählst. 

 

Auch gut ausgebildete und erfahrene Alpinisten können in Gefahr geraten und verunglücken, wenn sie sich durch Ehrgeiz, hohes alpinistisches Können und ein Gefühl trügerischer Sicherheit und Routine dazu verleiten lassen, höhere Risiken einzugehen; wenn sie glauben, auf sinnvolle Vorsichts- und Schutzmaßnahmen wie Kletterhelm, ausreichende Selbst- und Seilsicherung verzichten zu können; wenn sie tageszeitliche und witterungsmäßige Bedingungen, Geländeverhältnisse im Gebirge oder ein ungutes, warnendes "Bauchgefühl" außer Acht lassen oder nicht ernst nehmen.

 

Erfahrenen Bergwanderern und Alpinisten mögen die Ausführungen selbstverständlich erscheinen. In der Berichterstattung in den Medien über Bergunfälle und Lawinenunglücke wird jedoch häufig  deutlich,  dass die davon Betroffenen oft nicht die oben erwähnten Voraussetzungen erfüllten und Regeln beachteten: z.B. bestimmte Touren zu früh oder zu spät im Jahr angingen, die Lawinen- und Steinschlaggefahr, ungünstige Geländeverhältnisse und Witterung sowie Gebietssperrungen nicht beachteten, auf Selbst- oder Seilsicherung bei Klettersteigen, Kletter- und Gletschertouren verzichteten, in von oben nicht einsehbares Steilgelände abstiegen oder abfuhren, ihre gesundheitliche und konditionelle Verfassung nicht berücksichtigten, die Schwierigkeiten der Route und den Zeit- und Kraftaufwand unterschätzten. 

 

Wichtigstes und oberstes Ziel sollte immer bei der Gefahren- und Risikoabschätzung der gesamte Hin- und Rückweg  mit der heilen Rückkehr von der Tour sein.

 

Alle Risiken lassen sich nicht ausschliessen - vermeidbare schon, wenn man sich an die Voraussetzungen und Regeln hält. Allerdings können nicht vorhersehbare Ereignisse und Situationen eintreten, die uns unerwartet in Schwierigkeiten und Gefahr bringen. Aber auch hier hilft es uns oft weiter, wenn wir die oben aufgeführten Voraussetzungen, Kenntnisse und Fertigkeiten mitbringen und einbringen, um ein Unglück abzuwenden - oder um wenigstens die Folgen eines solchen abzumildern. Manchmal braucht man neben den nötigen Erfahrungen und Kenntnissen auch Glück bzw. einen Schutzengel, um solche Situationen heil oder einigermaßen glimpflich zu überstehen.
 

Gründe, warum ich so ausführlich darüber schreibe, lassen sich aus dem Website-Abschnitt "Über mich" ersehen, in dem ich auch über frühere gefährliche und dramatische Erlebnisse und Ereignisse berichte.

 

Fürther Landschaft und Natur im Wechsel der Jahreszeiten

Vier nach Jahreszeiten gegliederte Fotogalerien zeigen Spazier- und Wandermöglichkeiten in meiner Heimatstadt in stimmungsvollen Bildern auf.

Venedig - Tagesausflug von Kärnten mit dem Reisebus

Fotos von einem Tagesausflug nach Venedig während unseres Urlaubs in Kötschach-Mauthen im oberen Gailtal.

Mount Rainier National Park, USA 2001

Wanderungen im Gebiet von Mount Rainier Paradise und Sunrise mit großartiger Sicht auf  die über 2500 m hohe Fels- und Eisflanke des 4396 m hohen Vulkans.

Mount St. Helens National Volcanic Monument

Fotos (DiaScans) vom Besuch des ostseitigen Windy Ridge Viewpoint im August 2001.