Rundfahrt zu den Wallfahrtskirchen Sonntagberg, Sankt Georgen und Maria Neustift am 19.08.2010

Architektur und sakrale Kunst bewundern. Landschaft und Fernsicht genießen. Innehalten und sich besinnen. Hoffnung, Kraft und Zuversicht schöpfen

 

Bisher besuchte ich dreimal die Basilika und Wallfahrtskirche - zuletzt am 29.06.2015. Von diesem Besuch fügte ich mehrere Fotos von Kirchenschiff, Deckengemälden und von der Außenansicht hinzu. In den zurückliegenden fünf Jahren waren wir mehrmals in Maria Neustift und Umgebung.

 

Auf einem Tagesausflug am 19.08.2010 von Rabenreith aus besuchten meine Frau und ich - mit einer Zwischenstation in Waidhofen an der Ybbs - die Wallfahrtskirchen Basilika Sonntagberg, St. Georgen in der Klaus und Maria Neustift.

 

Von der Basilika Sonntagberg waren wir besonders beeindruckt. Schon bei der Anfahrt von Waidhofen durch das Ybbstal sahen wir die stattliche Kirche auf einem Höhenrücken mehr als 300 Höhenmeter über dem Talgrund.  Über mehrere Kehren führte uns die Straße nach Sonntagberg zum Parkplatz unterhalb der Basilika  hinauf.

 

Wir waren überrascht von der großartigen Rundsicht, die sich uns bei einem Rundgang um den Kirchenkomplex bot. Im Norden reichte die Sicht über Enns und Donau bis zu den langgestreckten Höhenzügen des Böhmerwalds. Im Westen und Südwesten hinter den Ennstaler Alpen spitzten Gipfel der Haller Mauern, des Sengsengebirges im Nationalpark Kalkalpen und des Toten Gebirges hervor. Im Süden und Südosten der Blick über das Mostviertel auf die Ybbstaler Alpen bis zum Großen und Kleinen Ötscher hinüber.

 

Das Innere der harmonisch ausgestalteten Basilika mit vielen Wand- und Deckengemälden, vergoldeten Verzierungen und anderen Ausschmückungen  strahlte in selten erlebter Farbenpracht. Die wunderschön gestaltete barocke Orgel - eine der bedeutendsten spätbarocken Orgeln Österreichs - zog unsere Aufmerksamkeit auf sich. Architektur, Formen, Farben, Lichteinfall vermittlelten in ihrem Zusammenspiel eine warme, freundliche Athmosphäre und gelöste, zuversichtliche Stimmung. Ich fühlte mich in dieser Kirche wohl. Manchem asketischen Gläubigen mag das Ganze "überladen" vorkommen, da es bei dieser geschilderten Vielfalt nicht leicht fällt, sich auf ein Bild oder einen sonstigen Gegenstand im meditativen Bemühen zu konzentrieren.

 

Dieser wäre wohl in der dem Hlg. Franz von Assisi gewidmeten Friedhofs- und Andachtskapelle am hinteren Ende des Friedhofs der Kirche St. Georgen in der Klaus besser aufgehoben, zu der uns die Weiterreise über die Ybbs auf den Höhenzug mit Ort und Kirche führte. Vom Höhenzug aus konnten wir die Basilika Sonntagberg auf der gegenüber liegenden Bergseite sehen. Vom Weg zwischen Kirche und Kapelle wunderschöne, weite Sicht auf das Mostviertel, die Ybbstaler Alpen bis hin zum Ötscher.

 

Die Kapelle ist innen mit Holz verkleidet. Zwischen zwei Buntglasfenstern befindet sich lediglich eine gemalte Nachbildung des Kreuzes des Kirchleins San Damiano  außerhalb der Stadtmauern von Assisi, in dem Franz von Assisi öfter gebetet habe soll. Er sei bei einer Gebetsmeditation von diesem Kreuz angesprochen worden, dass er die zu zerfallen drohende Kirche in Assisi wieder aufbauen soll.

 

Auf diesem Kreuz ist Jesus nicht als von Schmerzen Zerrissener dargestellt, sondern als ein Mensch, der zwar das Kreuz und seinen Tod erlitten hat, jedoch nicht daran zerbrochen ist. Sein Gesichtsausdruck wirkt gelöst, weil er Sünde, Leid, Pein und Tod überwunden und Erlösung gefunden hat. Menschen, die viel erleiden und erdulden müssen, schöpfen in der Identifikation mit dem Gekreuzigten Hoffnung auf Erlösung, Kraft und Zuversicht im Vertrauen auf Gott, dass das Leiden auch für sie ein Ende hat und dass es danach - auf welche Weise auch immer - besser weitergeht.

 

Auf dem Weg nach Maria Neustift kehrten wir beim Hochramskogler oberhalb des Neustifter Sattels ein und ließen uns eine Brettljause schmecken.

 

In Maria Neustift besuchten wir gegen Abend die Kirche und spazierten auf einem Wiesenweg mit verschiedenen Kapellen und Andachtsstationen, der "Heilsweg" genannt wird. Von diesem Weg hatten wir eine wunderbare Aussicht auf die umliegenden Höhenzüge und Täler. Die seitliche Abendsonne tauchte die Landschaft um uns herum in zauberhaftes Licht- und Farbenspiel.  Auf einer Bank an der Wand einer Kapelle blieben wir eine zeitlang sitzen und genossen die schöne Abendstimmung.

 

Vor einer Kapelle war auf einem bearbeiteten kurzen Stamm ein Leitspruch zu lesen, der mir gut gefiel: GEH DEINEN EIGENEN WEG. Dieser Leitspruch bedeutet für mich: Mach' dich nicht zum Affen für die Anderen! Mache dich von den anderen nicht abhängig. Lass' dich nicht verbiegen. Sei du selbst. Bleibe dir selber treu, was auch immer geschehen mag (siehe die sog. "Lebensregeln von Baltimore").

 

Am 15.08.2011 besuchten wir in  Maria Neustift eine Mineralienausstellung.

 

Die berühmte Barockorgel in der Wallfahrtskirche Basilika Sonntagberg
Die berühmte Barockorgel in der Wallfahrtskirche Basilika Sonntagberg


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